Verschoben auf 2027: Neues Outlook

Verschoben auf 2027: Neues Outlook

Auf März 2027 verschoben: Die Outlook-Umstellung: Strategische Entwarnung für Kanzlei-Compliance

Gute Nachrichten für Rechtsanwaltsbüros und Notariate: Microsoft hat den Zeitplan für die automatische Umstellung auf das „neue Outlook“ (New Outlook for Windows) offiziell angepasst. Für Microsoft 365 Enterprise-Lizenzen wird der Rollout nun erst für März 2027 erwartet.
 
Doch Vorsicht: Diese Atempause ist kein Grund zum Abwarten. Als Entwickler der NoRA Advanced Kanzleisoftware und in Kooperation mit dem IT-Systemhaus mdi (Microsoft Solutions Partner) raten wir dringend dazu, das klassische Outlook vorerst beizubehalten.

Warum das „neue Outlook“ ein Risiko für Berufsgeheimnisträger ist

Das neue Outlook ist kein bloßes Update, sondern ein technologischer Bruch, der die hohen Sicherheitsstandards im juristischen Umfeld gefährdet.

  • Hardware-Blockaden
    Komponenten für Kartenleser und Signatur-Module (z. B. für das Notarnetz) werden vom neuen Outlook derzeit oft nicht direkt angesprochen. Ein unkontrollierter Wechsel kann Ihre digitale Handlungsfähigkeit sofort blockieren.
  • Fehlende Kompatibilität
    Das neue Outlook unterstützt die bisherigen COM-Add-In-Technologien nicht mehr. Daher ist die gewohnte Interaktion Ihrer NoRA Advanced mit dieser Outlook-Version aktuell technisch nicht möglich.
 

Unsere Handlungsempfehlung: Aktiv werden statt abwarten

Nutzen Sie die gewonnene Zeit bis 2027, um Ihre Kanzlei-IT zukunftssicher aufzustellen:
  1. Plugin-Inventur durchführen
    Prüfen Sie genau, welche Add-ins und Plugins (z. B. DMS-Anbindungen, Archivierungstools oder Signatur-Software) Sie in Outlook nutzen. Viele dieser klassischen COM-Add-ins funktionieren im neuen Outlook nicht mehr.
  2. Rechtzeitige Umstellung planen
    Kontaktieren Sie die Anbieter Ihrer Fachanwendungen. Klären Sie ab, wann Lösungen auf Basis moderner Web-Add-ins verfügbar sind, die den hohen Sicherheitsanforderungen genügen.
  3. Umstellung aktiv verhindern
    Wir empfehlen, die Umstellung auf das neue Outlook technisch zu blockieren, solange die volle Kompatibilität mit ihrer Systemumgebung nicht garantiert ist.

Unsere Kunden fragen

Wann wird das klassische Outlook durch das neue Outlook ersetzt?

Für Unternehmenskunden mit Microsoft 365 Lizenzen wurde der Termin für die automatische Umstellung auf März 2027 verschoben. Der Support für das klassische Outlook (Win32) besteht jedoch mindestens bis 2029.

Speichert das neue Outlook Passwörter in der Cloud?

Ja. Bei der Einbindung von IMAP-Konten werden Zugangsdaten und Nachrichteninhalte auf Microsoft-Server übertragen und dort verarbeitet. Für Berufsgeheimnisträger ist dies ohne eine vorherige Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) höchst riskant.
 

Funktioniert die NoRA Advanced im neuem Outlook?

Nein, derzeit ist die NoRA-Integration im neuen Outlook nicht funktionsfähig, da Microsoft die bisherige Brücke nicht weiterverwendet. Wir arbeiten bereits an einer Lösung auf Basis moderner Web-Add-Ins. Wir werden diese jedoch erst dann freigeben, wenn die strengen Anforderungen an das Berufsgeheimnis zweifelsfrei erfüllt werden können und Microsoft eine datenschutzkonforme Nutzung ohne Cloud-Zwang ermöglicht.

Kann die Umstellung auf das neue Outlook automatisch durch ein Windows-Update erfolgen?

Grundsätzlich sieht Microsoft vor, Nutzer schrittweise zum Wechsel zu bewegen – oft durch einen „Ausprobieren“-Schalter in der Ecke des Programms. In professionellen Kanzleiumgebungen lässt sich diese automatische Umstellung jedoch durch IT-Administratoren zentral steuern und blockieren. Wir empfehlen diese Blockade aktuell dringend, um einen unbeabsichtigten Funktionsverlust zu vermeiden.

Zeit gewinnen, Handlungsfähigkeit sichern

Nutzen Sie die Verschiebung, um Ihre Outlook-Infrastruktur ohne Zeitdruck zu prüfen. Als Ihr spezialisierter Partner für Kanzleisoftware und Microsoft-Lösungen stehen wir Ihnen zur Seite, damit Ihre Kommunikation rechtssicher und stabil bleibt. Wir behalten die technische Entwicklung für Sie im Auge und informieren Sie rechtzeitig über sicherheitskonforme Lösungen für NoRA Advanced.
 
Haben Sie weitere Fragen zum Thema?
 
Senden Sie einfach eine E-Mail an: vertrieb@mdi-nora.de